Zwischenbilanz eines Erfolgsmodells: Umweltzonen sorgen bundesweit für reine Luft
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Auto und Verkehr | 2010-03-10 00:19:37

Zwischenbilanz eines Erfolgsmodells: Umweltzonen sorgen bundesweit für reine Luft

Menden (ots) - Rückenwind für Umweltzonen: Die nun vom Bundestag
beschlossene Verordnung zu Luftqualitätsstandards und
Emissionshöchstmengen erhöht den Druck, konsequent gegen umwelt- und
gesundheitsbelastende Schadstoffe in der Atmosphäre vorzugehen. Das
gilt vor allem für den Straßenverkehr, einen Hauptproduzenten von
Feinstaub und Stickstoffdioxid. "Umweltzonen haben sich als
effektives Instrument erwiesen, um nachhaltige Mobilität zu fördern",
so Hermann Josef Schulte, Inhaber der HJS Fahrzeugtechnik. "Immer
mehr Stadtzentren bleiben für Wagen mit zu hohem Schadstoffausstoß
gesperrt, was nachweislich zur Modernisierung im Straßenverkehr und
damit zur Verbesserung der Luftqualität beiträgt." Uneingeschränkt
mobil sind nur noch Fahrzeuge, die strenge europäische Abgasstandards
erfüllen - zum Beispiel, indem der Verbrennungsmotor mit
Partikelminderungssystemen ausgerüstet ist. Die Filtertechnologien
des Abgasnachbehandlungsspezialisten HJS reduzieren den Ausstoß von
Ruß und Stickstoffdioxid fast vollständig und verschaffen Pkws, Lkws,
Bussen und anderen Nutzfahrzeugen auch in Umweltzonen freie Fahrt.

Messbare Schadstoffreduktion

Die Erkenntnis, dass Umweltzonen die Grundlage für nachhaltige
Mobilität schaffen, setzt sich bundesweit durch. Bereits 41 Städte
und Kommunen haben sich für die Fahrbeschränkungen entschieden, mit
positiver Bilanz. Beispiel Düsseldorf, wo seit einem Jahr Fahrzeuge
mit zu hohem Schadstoffausstoß ausgesperrt sind: Während der
zulässige Tagesmittelwert von Feinstaub 2007 am Verkehrsknotenpunkt
Corneliusstraße noch 59 Mal überschritten wurde, gab es 2009 nach
Daten des Umweltbundesamts nur noch 26 Verstöße. Laut der vom
Bundestag beschlossenen Verordnung sind maximal 35 Überschreitungen
pro Jahr erlaubt, sonst drohen den betroffenen Städten Klagen der
EU-Kommission.

Auch in Berlin bestätigen die Ergebnisse den Erfolg der dortigen
Umweltzone. Innerhalb der vergangenen drei Jahre reduzierte sich an
mehreren Messstationen der Hauptstadt die Anzahl der Tage, an denen
die Grenzwerte überschritten wurden, um bis zu ein Drittel. Die
Berliner Verkehrsbetriebe gehen dabei mit gutem Beispiel voran:
Bereits lange vor Einführung der Umweltzone am 1. Januar 2008 haben
sie begonnen, ihre Busse zu modernisieren und so die
Schadstoffbelastung zu minimieren. Mittlerweile fahren mehr als
20.000 und damit fast die Hälfte aller Busse in deutschen Kommunen
rußfrei. "HJS unterstützt unter anderem in Hagen, Wiesbaden,
Baden-Baden und Düsseldorf Pilotprojekte, in denen das wegweisende
SCRT-System erfolgreich eingesetzt wird", erklärt Schulte. SCRT steht
für Selective Catalytic Reduction Technology und reduziert bei
städtischen Bussen den Ausstoß von Ruß- und Feinstaubpartikeln um bis
zu 99 Prozent, Stickoxidemissionen um bis zu 90 Prozent sowie alle
anderen gasförmigen Schadstoffe bis zur Nachweisgrenze.

Politik unterstützt

Auch die Bundesregierung setzt zunehmend auf technologische
Lösungen für die verkehrsbedingte Feinstaub- und Stickoxidbelastung.
Die von August bis Dezember 2009 bereitgestellte staatliche Barprämie
von 330 Euro, die Pkw-Fahrer für die Nachrüstung eines
Diesel-Partikelfilters erhielten, wird voraussichtlich auch 2010
wieder ausgezahlt. Laut Kabinettsbeschluss sollen Halter von leichten
Nutzfahrzeugen demnächst ebenfalls Anspruch auf einen staatlichen
Zuschuss haben. "Das kommt vor allem den vielen Kleinunternehmern wie
Handwerkern oder Einzelhändlern zugute, die bei Dienstfahrten mit
ihren Transportern regelmäßig in Umweltzonen unterwegs sein müssen",
so Schulte.

Die neue Regelung soll im Frühjahr in Kraft treten. Dabei ist eine
rückwirkende Erstattung für das erste Quartal 2010 geplant. Der neue
Fördertopf reicht voraussichtlich für weitere 200.000 Nachrüstungen.
Steuerliche Vorteile für Fahrzeuge, die dank Partikelfilter-Systemen
sauber unterwegs sind, aber auch die Staffelung der Lkw-Mautsätze
nach Schadstoffklassen sollen den Modernisierungsschub im deutschen
Straßenverkehr zusätzlich voranbringen. Transport- und
Logistikunternehmen profitieren außerdem von den sogenannten
De-minimis-Beihilfen, die sie für die Ausstattung ihrer Lkws mit
Rußpartikelfiltern vom Staat bekommen.

Technologien für heute und morgen

"Elektromobilität ist in aller Munde, doch es wird noch lange
dauern, bis sie den Dieselmotor ablösen kann", sagt Schulte. "Das
gilt vor allem bei Nutzfahrzeugen, die besonders leistungsstark sein
müssen. Der schnellste Weg zu verbesserter Luftqualität ist der
flächendeckende Einsatz sauberer Verbrennungsmotoren - nicht nur im
Straßenverkehr." Denn neben Pkws, Lkws und Bussen tragen
dieselbetriebene Baumaschinen wie Bagger und stationäre Anlagen wie
Blockheizkraftwerke ebenfalls zur Schadstoffbelastung der Luft bei,
wenn sie nicht mit Abgasnachbehandlungssystemen ausgerüstet sind.
"Die Technik ist da", so Schulte. "Nun kommt es darauf an, sie
konsequent einzusetzen - in den Umweltzonen und darüber hinaus."

Mehr über HJS, Systeme zur Abgasnachbehandlung für Fahrzeuge,
mobile Maschinen oder Blockheizkraftwerke und staatliche
Förderprogramme finden Sie unter www.hjs.com .

Über HJS:

Als mittelständisches Unternehmen mit Sitz in Menden/Sauerland
steht die 1976 gegründete HJS Fahrzeugtechnik GmbH & Co KG für
langjährige Erfahrung und Kompetenz im Bereich der
Abgasnachbehandlung. Rund 400 Mitarbeiter entwickeln, fertigen und
vermarkten modulare Systeme zur Reduzierung von Schadstoffemissionen.
Die innovativen Umweltschutz-Technologien kommen sowohl in der
Erstausrüstung als auch in der Nachrüstung bei Pkws, leichten bis
schweren Nutzfahrzeugen sowie bei mobilen und stationären Anwendungen
im Non-Road-Bereich zum Einsatz. Neben Systemen für Otto-Motoren
bietet HJS heute vor allem Systeme für Dieselmotoren an -
insbesondere zur Minderung von Rußpartikeln und Stickoxiden. Mit
umfangreichen Patentrechten für DPF® (Diesel-Partikelfilter) und
SCRT® (Selective Catalytic Reduction Technology) setzt HJS national
und weltweit Maßstäbe.

Amtsgericht Arnsberg, HRA 4722, pers. haftende Gesellschafter: HJS
Fahrzeugtechnik Beteiligungs GmbH, AG Arnsberg, HRB 4771, HJS
Management GmbH & Co. KG, AG Arnsberg, HRA 6835 Geschäftsführer:
Hermann J. Schulte, Dr. Herman Weltens  
 
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