Rücksichtslose Radfahrer müssen um den Führerschein bangen
Blumen zum Geburtstag
Artikel suchen
Artikeldetails
Kategorie
Auto und Verkehr
Lokaler Bezug des Artikels
Deutschland
Urheber des Artikels
straffrei-mobil.de
zur Autorenhomepage
News für Fahrrad-Fans
Auto und Verkehr | 2009-11-06 12:07:10

Rücksichtslose Radfahrer müssen um den Führerschein bangen

Rücksichtslose Radfahrer müssen um den Führerschein bangen (pressrelations) - Rücksichtslose Radfahrer müssen um den Führerschein bangen (Düsseldorf/Frankfurt, 06. November 2009) Der leichtfertige Umgang von Radfahrern mit Straßenverkehrsregeln gehört zum täglichen Straßenbild. Dabei scheint der Rad fahrende Teil der Bevölkerung häufig vergessen zu haben, dass auch Radfahrer Punkte in der Flensburger Verkehrssünderkartei sammeln können. Mit der Anhebung der Bußgeldsätze zum 1. Februar 2009 ist sogar die Gefahr von führerscheinrechtlichen Konsequenzen gestiegen. Denn nun gibt eine größere Anzahl an Verkehrsvergehen, die auch den Radler mindestens 40 Euro kosten. Dies ist beim Bußgeldsatz die Grenze, ab der es einen Punkteeintrag gibt. Für Verkehrsverstöße von Radfahrern, die nicht ausdrücklich im Bußgeldkatalog genannt sind, wird der halbe Bußgeldsatz verhängt. So können Führerscheinbesitzer auch als Radfahrer Punkte in Flensburg anhäufen und ihren Führerschein verlieren. Darauf weist das Verkehrsrechtsportal straffrei-mobil.de hin. Laut einer Studie des Auto Club Europa (ACE) steht es um die Verkehrsmoral der Deutschen Radfahrer besonders schlecht. So hat eine bundesweite Verkehrsbeobachtung mit mehr als 320.000 Fahrzeugen ergeben, dass Radfahrer vor allem an Stop-Schildern und an roten Ampeln eine besonders unrühmliche Rolle spielen. Dabei sind gerade solche Regelverstöße eine große Bußgeldfalle für den Radfahrer. So riskiert ein Radfahrer, der eine Ampel überfährt, die länger als eine Sekunde auf Rot stand, ein Bußgeld von 100 Euro, die Hälfte des für Autofahrer geltenden Regelsatzes. Allerdings darf der Radfahrer für diese Zuwiderhandlung nicht wie ein Kraftfahrzeugführer vier Punkte in Flensburg erhalten. Denn es handelt sich um einen Verstoß, der nach der gesetzlichen Auflistung aller punktebewährten Verstöße (Anlage 13 zu § 40 der Fahrerlaubnis-Verordnung) ausdrücklich nur bei Kraftfahrzeugführern mit vier Punkten ins Gewicht fällt. In solchen Fällen, in denen ein Punkteeintrag von mehr als einem Punkt ausdrücklich auf Kraftfahrzeugführer beschränkt ist, erhalten Radler immer nur einen Punkt. Radfahrer sollten daher ihren Bußgeldbescheid genau überprüfen. Es kommt vor, dass die Bußgeldstellen diese Unterschiede zur Ahndung von Verstößen motorisierter Verkehrsteilnehmer übersehen, raten die Anwälte des Verkehrsportals straffrei-mobil.de. Wer mit dem Drahtesel aber beispielsweise an einem Fußgängerüberweg das Überqueren der Fahrbahn nicht ermöglicht hat, bekommt die volle Punkzahlt von vier aufgedrückt. Die hohe Bepunktung ist in einem solchen Fall nicht auf Kraftfahrzeugführer beschränkt. Am teuersten wird es, wenn man mit dem Rad trotz geschlossener Schranke einen Bahnübergang überquert. Dann muss der Fahrer neben vier Punkten sogar 350 Euro Buße in Kauf nehmen. Besondere Vorsicht gilt für Inhaber einer Fahrerlaubnis auf Probe, die mit dem Rad unterwegs sind. Jeder geahndete Verkehrsverstoß, der per Pedal begangen wurde und zu einem Punkt in Flensburg führt, gilt als A-Verstoß. Und damit kann die Teilnahme an einem Aufbauseminar angeordnet werden (VGH Baden-Württemberg Mannheim, Az.: 10 S 1669/07). Hier genügt schon eine fehlende Rücksichtsnahme auf schwache Verkehrsteilnehmer, die für Radler 40 ? kostet. Wenn die erfolgreiche Teilnahme am Seminar nicht belegt werden kann, ist der Führerschein weg. Ähnlich ergeht es Verkehrsteilnehmern, die bereits durch andere Verstöße zahlreiche Punkte angesammelt haben. Wird die Grenze von 18 Punkten überschritten, muss der Betroffene den Führerschein abgeben und außerdem eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) vorlegen. Zuvor muss allerdings eine Verwarnung erfolgen und die Teilnahme an einem Aufbauseminar angeordnet werden. Fest steht jedoch: Auch mit dem Fahrrad kann es für Inhaber eines Führerscheins heikel werden. Jeder Verstoß, ab einem Bußgeld von 40 ? wird ohne wenn und aber in Flensburg eingetragen. Punkte wegen Ordnungswidrigkeiten (außer mit Alkohol- oder Drogen) werden nach zwei Jahren gestrichen, wenn der Betroffene in dieser Zeit nicht erneut auffällig geworden ist. Straftaten bleiben sogar fünf Jahre registriert, bei Alkoholdelikten mindestens zehn Jahre. Fazit: Der Straßenverkehr ist auch für Radfahrer alles andere als ein rechtsfreier Raum. Infos: www.straffrei-mobil.de Hinweis für die Redaktion: Die Seite straffrei-mobil.de macht es sich zur Aufgabe, mobile Menschen zu informieren: über ihre Rechte, die für sie geltenden Grenzen und über Möglichkeiten, sich gegen unberechtigte Anschuldigungen wirkungsvoll zu wehren. Straffrei-mobil.de bietet Orientierung im verwirrenden Dickicht des Verkehrsrechts und des Strafrechts ? fachkundig und fundiert. Die Seite wird von Rechtsanwalt Christian Demuth, Düsseldorf, und Rechtsanwalt Uwe Lenhart, Frankfurt, betrieben. Beide sind ausgewiesene Experten in den Bereichen Verkehrsrecht, Bußgeld, Führerschein und Strafrecht. Sie wissen, welche Fragen mobile Menschen beschäftigen und wie ihnen zu helfen ist. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Rieder Media Uwe Rieder Zum Schickerhof 81 D-47877 Willich T: +49 (0) 21 54 | 60 64 820 F: +49 (0) 21 54 | 60 64 826 u.rieder@riedermedia.de www.riedermedia.de  
 
bearbeiten: Rücksichtslose Radfahrer müssen um den Führerschein bangen
Ähnliche Fahrrad-Artikel

Touristische Innovationen werden sichtbar - BILD

 2012-01-31 12:09:04

{#image-title}Neun Tourismusprojekte bringen Oberösterreich zum Strahlen Linz (ots) - Mit dem "Kursbuch Tourismus Oberösterreich 2011 bis 2016" wurden die Rahmenbedingungen für die strategische Positionierung des Tourismuslandes Oberösterreich neu geregelt. Damit wurden die ...

Neue OZ: Kommentar zu Verkehr / Verkehrsgerichtstag

 2012-01-28 12:08:45

Osnabrück (ots) - Helmpflicht für alle Zweiräder Ein Helm im Straßenverkehr rettet Leben. Da ist es ganz gleich, ob der Fahrer mit schwerer Maschine fährt, von einem Motor leicht unterstützt wird oder allein in die Pedale tritt. Es ist traurig, dass sich der Deutsche Verkehrsgerichtstag gegen eine Helmpflicht für Elektrofahrräder wie die Pedelecs ausspricht. Mit einer solchen Empfehlung ...

Historische Städte von Hann. Münden bis Hameln auf dem Weser-Radweg erleben!

 2012-01-26 12:07:45

{#image-title}Holzminden (ots) - Der Frühling steht in den Startlöchern und mit ihm die kommende Radfahrsaison: In der Solling-Vogler-Region im Weserbergland können begeisterte Radfahrer daher ab sofort auf einer 130-Kilometer-Tour von Hann. Münden bis Hameln eine Reihe ganz ...

Tipps für den Alltag / Die Menge macht's Alkohol kann Versicherungsschutz kosten - Beifahrer: Mitverschulden möglich ...

 2012-01-24 12:05:23

{#image-title}Coburg (ots) - Die fünfte Jahreszeit hat begonnen: Ans Steuer sollte man sich nach einer feuchtfröhlichen Faschingsparty allerdings nicht setzen. Zwar fühlen sich viele nach zwei, drei Gläsern noch als Herr des Geschehens, doch der Gesetzgeber geht von Fakten aus, ...

Steuererklärung 2011: Im Schnitt gibt es 800 Euro zurück

 2012-01-17 12:04:08

17.01.2012 Arbeitnehmer haben im Jahr 2011 häufig zu viel Steuern bezahlt. Das sollten sie sich schnell mit ihrer Steuererklärung zurückholen. Das lohnt sich. Im Schnitt musste das Finanzamt in den letzten Jahren 800 Euro erstatten. Die Stiftung Warentest gibt in der Februar-Ausgabe ihrer Zeitschrift Finanztest nützliche Tipps wie Arbeitnehmer, Familien, Sparer und Rentner einfach ihr Geld ...
.
© 4.2.2012 - powered by EURIP.com
Rücksichtslose Radfahrer müssen um den Führerschein bangen (Auto und Verkehr) [0.581676 sec]